Berichte aus der Samtgemeinde Fredenbeck 1.Halbjahr 2011
Ihre Meinung war nicht gewünscht!
Die SPD hatte im November 2010 folgenden Antrag gestellt:
• Die Verwaltung soll überprüfen, welche Vor- und Nachteile sich aus der Bildung einer
Einheitsgemeinde aus den Gemeinden Kutenholz, Deinste und Fredenbeck ergeben, und das
Ergebnis in einem Gutachten darstellen.
• Sagt das Gutachten aus, dass die Bildung einer Einheitsgemeinde Vorteile für die Ge-
meinden mit sich bringt, werden im Zuge der Kommunalwahl 2011 die Bürger dazu befragt.
Uns waren dabei zwei Punkte wichtig:
1. Auch wenn nach unserer Einschätzung die Einsparung in die Hunderttausende gehen würde und selbst der Fraktionsvorsitzende der CDU schon 75.000 Euro Einsparung errechnet hatte, wollten wir eine Entscheidung für oder gegen eine Einheitsgemeinde mit verlässlichen Daten untermauern. Diese Entscheidung sollte nicht aus dem Bauch heraus gefällt werden, sondern aufgrund von aussagekräftigen Zahlen.
2. Unser ausdrückliches Bestreben war es, Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, entscheiden zu lassen. Sie sollten über das von der Verwaltung ermittelte Für und Wider einer Einheitsgemeinde informiert werden und dann im September dieses Jahres darüber be-schließen: Wollen Sie die Vorteile einer Kostenersparnis aus der Bildung einer Ein-heitsgemeinde in Anspruch nehmen oder wollen Sie lieber einen Gemeinderat vor Ort. Egal wie Sie sich am 11. September entschieden hätten, wir hätten Ihr Votum umgesetzt.
Unser Antrag wurde von der CDU-Mehrheit abgelehnt mit der Begründung, über die Bildung einer Einheitsgemeinde müssen die neu gewählten Räte entscheiden und man wolle keine Vorschriften machen, wie mit dem Thema zu verfahren sei.
Ist denn Ihre Entscheidung für oder gegen eine Einheitsgemeinde nach dem 11.09. eine andere als vorher? Natürlich müssen letztendlich die Räte entscheiden. Aber ist es denn nicht egal, ob der alte Rat oder der neu gewählte Rat Ihre Entscheidung umsetzt? Es geht hier schließlich um Ihre Entscheidung!
Haben Sie sich schon gefragt, warum uns Ihre Meinung so wichtig ist? Unsere Erfahrungen aus vielen Jahren Kommunalpolitik in der Samtgemeinde Fredenbeck haben gezeigt, dass in den Räten immer einige sitzen, die um ihre Pfründe fürchten und Weiterentwicklung ver-hindern wollen. Wir haben Ihnen eine förderliche Entscheidung zugetraut!
Unsere Gesellschaft verändert sich – wir sind für Jung und Alt da
Wir können die Augen nicht davor verschließen, dass sich unsere Gesellschaft verändert: Es werden immer weniger Kinder geboren und der Anteil älterer Menschen steigt. Die SPD hat sich für beide Altersgruppen engagiert:
1. Kinder und junge Familien:
Die SPD hat in der nun bald auslaufenden Legislaturperiode ein durchdachtes Konzept zur Verbesserung der Kinderbetreuung in der Samtgemeinde Fredenbeck auf den Weg gebracht. Wir müssen unsere Samtgemeinde attraktiver für junge Familien machen, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Aufgrund unserer Anträge konnten wir- auch wenn wir nicht die Mehrheit im Rat darstellen - Folgendes für unsere Kinder und jungen Familien erreichen:
• Krippeneinrichtung im Haus für Kinder in Fredenbeck
• Einrichtung eines Hortes im Haus für Kinder
• Umstellung der Geestlandschule in einen Ganztagsschulbetrieb
• hiesige Vereine wirken an der Nachmittagsbetreuung in der Geestlandschule mit und werden dafür finanziell unterstützt.
Der Schulvorstand der Geestlandschule entwickelte ein überzeugendes Konzept für die Ganztagsschulbetreuung. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Wie geht es weiter mit der Geestlandschule? Die Bemühungen zur Einrichtung einer IGS haben wir unterstützt und sehen diese Schulform noch immer als die bessere an. Leider lässt sich die IGS aufgrund landespolitischer Vorgaben nicht realisieren, so dass wir der Oberschule als ersten Schritt in Richtung integrierten Lernens zugestimmt haben. Wir hoffen, dass sich die Oberschule doch noch zur IGS weiterentwickeln lässt, wenn sich auf Landesebene die Mehrheiten ändern.
2. Ältere Generation:
Die zunehmende Zahl älterer Menschen muss auch in unserer Politik Berücksichtigung finden. Daher haben wir die Bildung eines Seniorenbeirates beantragt. Wir möchten neue Wege gemeinsam mit den älteren Menschen bestreiten und von ihrem Wissen und ihrer Lebenserfahrung profitieren. Es freut uns, dass alle Fraktionen gemeinsam eine Satzung für den zukünftigen Seniorenbeirat erarbeitet haben. Dieser Beirat wird zukünftig die Belange der Seniorinnen und Senioren in der Samtgemeinde wahrnehmen.
Die Mobilität der älteren Mitbürger wollten wir mit der Einrichtung eines Bürgerbusses verbessern. Lesen Sie auch den Beitrag der Gemeinde Fredenbeck und Sie werden erfahren, dass die CDU-Mehrheit Geld für den unnötigen Ausbau von Wirtschaftswegen freimacht, nicht aber für die Beteiligung an den Anschaffungskosten eines barrierefreien Kleinbusses, der Sie mit Hilfe von engagierten, ehrenamtlichen Bürgern innerhalb der Samtgemeinde transportiert hätte.
Das Erreichte wird kein Grund für uns sein, die Hände in den Schoß zu legen. Wir werden weiter an notwendigen Maßnahmen arbeiten, die eine veränderte Gesellschaft an uns alle stellt.













